Welchen Bedarf hat Cannabis an Magnesium (Mg)?
Magnesium gehört zu den sekundären Makronährstoffen und ist für deine Pflanzen lebensnotwendig, da es den Kern des Chlorophyll-Moleküls bildet, das für die Lichtabsorption und Photosynthese verantwortlich ist. In der vegetativen Phase benötigt Cannabis Magnesium vor allem für den Aufbau eines kräftigen Blattwerks und die Energieübertragung durch ATP-Komplexe. Ein optimaler Bedarf liegt in dieser Phase meist zwischen 35 und 70 mg/L (ppm).
Während der Blütephase steigt der Magnesium-Bedarf deutlich an, da das Element entscheidend für die Aktivität von Enzymen ist, die Cannabinoide und Terpene synthetisieren. Besonders unter intensiven LED-Wachstumslampen verbrauchen deine Pflanzen Magnesium schneller, da die höhere Photosyntheserate den Stoffwechsel beschleunigt. Hier solltest du auf eine ausreichende Zufuhr achten, um die Qualität deiner Ernte nicht zu gefährden.
Wie kannst du einen Magnesium-Mangel bei Cannabis erkennen?
Da Magnesium ein mobiler Nährstoff ist, zieht die Pflanze es bei Unterversorgung aus den älteren Pflanzenteilen ab, um das neue Wachstum zu versorgen. Daher zeigen sich die ersten Symptome fast immer an den unteren, älteren Blättern. Das klassische Anzeichen ist die interveinale Chlorose: Das Gewebe zwischen den Blattadern färbt sich gelb, während die Adern selbst grün bleiben.
Im weiteren Verlauf können sich rostbraune Flecken bilden und die Blattränder beginnen oft, sich nach oben zu rollen. Ein weiteres Indiz können rote oder violette Verfärbungen an den Blattstielen (Petiolen) sein, obwohl dies auch genetisch bedingt sein kann. Bleibt der Magnesium-Mangel unbehandelt, stirbt das betroffene Blattgewebe ab (Nekrose) und die Blüteentwicklung wird stark beeinträchtigt, was zu luftigen, weniger potenten Buds führt.
Wie lässt sich Magnesium (Mg) richtig dosieren und korrigieren?
Bevor du zusätzliches Magnesium hinzufügst, musst du unbedingt den pH-Wert deines Mediums prüfen. Bei einem zu niedrigen pH-Wert (Sauer) im Boden oder Hydrosystem wird Magnesium blockiert (Lockout), selbst wenn es reichlich vorhanden ist. Der ideale Bereich für die Magnesium-Aufnahme liegt in Erde bei 6,0 bis 7,0 und in Hydroponik bei 5,5 bis 6,5.
Zur Korrektur und Dosierung haben sich folgende Methoden bewährt:
- Bittersalz (Epsom Salt): Eine kostengünstige und natürliche Quelle für Magnesiumsulfat. Du kannst 1 Teelöffel pro Gallone Wasser mischen.
- Blattdüngung (Foliar Spray): Für eine schnelle Hilfe kannst du eine 2%ige Bittersalzlösung direkt auf die Blätter sprühen. Dies wirkt oft innerhalb von 24-48 Stunden.
- CalMag-Präparate: Da Magnesium oft in Kombination mit Calcium auftritt, solltest du auf ein ausgewogenes Verhältnis von etwa 3:1 bis 4:1 (Ca:Mg) achten.
Achtung: Eine Magnesium-Überdosierung (Toxizität) ist selten, kann aber die Aufnahme von Calcium und Kalium blockieren.