Kalium (K)
Auch bekannt als: Potassium, Qualitätselement, K-Nährstoff, Kalium-Ionen
Kalium (K) ist ein essentieller Primär-Makronährstoff beim Cannabis-Anbau, der die Wasserregulierung, Enzymaktivierung und die Festigkeit deiner Blüten steuert.
Auch bekannt als: Potassium, Qualitätselement, K-Nährstoff, Kalium-Ionen
Kalium (K) ist ein essentieller Primär-Makronährstoff beim Cannabis-Anbau, der die Wasserregulierung, Enzymaktivierung und die Festigkeit deiner Blüten steuert.
Kalium ist für deine Pflanzen über den gesamten Lebenszyklus unerlässlich, da es als Qualitätselement den osmotischen Druck (Turgor) und den Gastransport über die Stomata regelt. Während der vegetativen Phase liegt der optimale Wert in der Nährlösung meist zwischen 60 und 175 mg/L (ppm). Ein typisches NPK-Verhältnis für das Wachstum ist 3:1:2, da Kalium hier die strukturelle Integrität und den Transport von Kohlenhydraten unterstützt.
In der Blütephase steigt dein Kalium-Bedarf deutlich an. Hier verschiebt sich das ideale Verhältnis oft in Richtung 1:3:2, wobei Kalium entscheidend für die Dichte, Farbe und Terpenproduktion der Buds ist. Ein moderater Wert von etwa 60 mg/L K während der Blüte wird empfohlen, um einen Kompromiss zwischen hohem Ertrag und maximaler Wirkstoffkonzentration zu finden, da eine Überversorgung die Cannabinoid-Konzentration ironischerweise durch einen Verdünnungseffekt senken kann.
Da Kalium innerhalb der Pflanze hochmobil ist, zeigen sich erste Anzeichen meist an den älteren, unteren Fächerblättern, da die Pflanze den Nährstoff in neue Triebe umverteilt. Ein klassischer Kalium-Mangel beginnt mit einer Gelbfärbung (Chlorose) der Blattränder und -spitzen.
Im weiteren Verlauf treten folgende Symptome auf:
Wichtig: Verwechsle Kalium-Mangel nicht mit Lichtbrand. Während der Mangel von unten nach oben wandert, betrifft Lichtbrand primär die Pflanzenteile direkt unter der Lampe.
Die richtige Dosierung von Kalium hängt stark vom pH-Wert ab. In Erde ist Kalium optimal bei einem pH von 6.0 bis 7.0 verfügbar, in Hydroponik oder Kokos zwischen 5.5 und 6.5. Liegt der Wert außerhalb dieses Fensters, kann ein Nährstoff-Lockout entstehen, obwohl Kalium im Substrat vorhanden ist.
Achte beim Düngen auf den Antagonismus: Zu viel Kalium blockiert die Aufnahme von Magnesium (Mg) und Calcium (Ca). Das Verhältnis zwischen K und Mg sollte idealerweise unter 10 liegen, um einen Mg-Lockout zu verhindern. Falls du einen Lockout oder eine Überdüngung feststellst, solltest du das Medium mit dem 2- bis 3-fachen Topfvolumen an pH-korrigiertem Wasser spülen (Flushing) und anschließend mit einer leichten, ausgewogenen Nährlösung (ca. 50 % Stärke) neu beginnen.
Als Quellen eignen sich mineralisches Kaliumsulfat für schnelle Hilfe oder organische Quellen wie Kelp (Seealgen) und gut abgestandene Holzasche, wobei letztere den pH-Wert stark anheben kann.